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27.05.04
Dolls - Takeshi Kitano
Gestern abend war mal wieder sff (Kalender) angesagt. Kitano, bekannt als Tausendsassa der bewegten Bilder aus Japan, war mir bisher filmisch nur bekannt aus Hana-Bi, der mit der Choreographie der Gewalt spielt, und natürlich Takeshis Castle, der ziemlich albernen Fernsehshow, die sich die ultimative Verarschung der KandidatInnen vorgenommen hat.
Dolls ist da etwas anders. Mehr durch Bilder als durch Dialoge wird die Geschichte dreier Paare erzählt, insbesondere die "immerwährende Treue". Codiert durch die Farbe rot, ist sie mal das Kleid, in dem die Verlassene jeden Samstag im Park auf ihren Geliebten wartet, das Sakko, das der treueste Fan eines Popstars trägt, oder das Seil, das Matumoto und Sawako buchstäblich aneinander bindet.
Neben der für Hollywood-verwöhnte Augen überraschende Akspekt japanischer Mimik, Gestik und Erzähltechnik ist es dann noch besonders erfrischend, dass einem das Happy-End, das normalerweise mit Treue als Paket angeboten wird, diesmal ausfällt. Um genau zu sein: Das Ende ist so ziemlich das Gegenteil von happy.
Posted by younghart at 27.05.04 10:15
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